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Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke in Lörrach

Die Asiatische Tigermücke ist eine ursprünglich tropische Stechmückenart, welche durch Ausbildung von kälteunempfindlichen Eiern die kalten Wintermonate in Deutschland übersteht. Trotz dieser guten Überwinterungsfähigkeit befindet sich die Art in Deutschland am Rande ihrer nördlichsten Ausbreitungsmöglichkeit. So braucht die Art nach einer Einschleppung, für einen raschen Aufbau größerer und stabiler Ansiedlungen, ausreichend hohe Sommertemperaturen.

Die außergewöhnlich warmen Sommermonate der letzten Jahre, verursacht durch die voranschreitende globale Klimaerwärmung, hat zu mehreren Ansiedelungen der Tigermücke innerhalb der Oberrheinebene geführt. Um eine dauerhafte Ansiedelung der Asiatischen Tigermücke bei uns zu verhindern, ist es zwingend notwendig, diese noch lokal beschränkten Ansiedelungen rasch und vollständig auszulöschen. Hat sich die Art einmal auf ausgedehnte Bereiche innerhalb der Oberrheinebene ausgebreitet, würden selbst extrem kalte Winter- und/oder Sommermonate nicht zu einem natürlichen Auslöschen der eigentlich wärmeliebenden Art führen. Bei ausgedehnter Ansiedelung würden immer einige Teile der Tigermücken-Population innerhalb von sogenannten "Wärmeinseln" die ungünstigen Witterungsbedingungen überleben. Die überlebenden Restbestände würden in wärmeren Phasen wieder zu einem erneuten Anwachsen der Population und weiteren Ausbreitung führen.

So wurden unmittelbar nach ihrer Entdeckung die Ansiedelungen der Asiatischen Tigermücke innerhalb der Oberrheinebene durch das Institut für Dipterologie (IfD) bekämpft. In Lörrach erfolgte die Bekämpfung der ersten Ansiedelungen der Tigermücke unmittelbar nach deren Entdeckung durch einen Hinweis einer aufmerksamen Bürgerin im August 2017. Diese erste Bekämpfung wurde durch die Stadt Lörrach, Fachbereich Bürgerdienste Obdachlosenunterbringung, Internationale Kommission finanziert. Auch im Jahr 2018 übernimmt die Stadt Lörrach die Kosten der dringend notwendigen Bekämpfung. Bereits im Jahr 2017 konnte die Ausbreitung eingegrenzt und die Population durch verschiedene Maßnahmen bekämpft werden. Das IfD bekämpft schon seit 2015 verschiedene Populationen der Tigermücke in Baden-Württemberg und konnte so die bestmögliche Bekämpfungsstrategie unter den klimatischen und infrastrukturellen Bedingungen in Deutschland erforschen und wichtige Informationen und Erfahrungen sammeln. Da die Population in Lörrach relativ klein und zudem bisher noch auf ein kleines Gebiet begrenzt ist, stehen die Chancen gut, dass dieses Vorkommen durch intensive Bekämpfungsmaßnahmen im Jahr 2018 stark dezimiert und eventuell sogar ausgelöscht werden kann. Dass dies möglich ist, zeigte die Auslöschung der kleineren Vorkommen der Tigermücke im Rhein-Neckar-Kreis und dem Freiburger Stadtteil Rieselfeld durch die Bekämpfungsmaßnahmen des IfD.

Die bisherigen Erfahrungen mit der Bekämpfung der Tigermücke zeigen, dass eine vollständige Auslöschung nur möglich ist, wenn die Bekämpfungsteams vor Ort durch die betroffenen Anwohner ausreichend unterstützt werden.

Daher möchten wir Sie bitten, uns bei unseren Bekämpfungsmaßnahmen zu unterstützen.

 

 

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